KREISVERBAND
Die Kita St. Remaclus in Waldorf verbindet gewachsene Strukturen mit moderner pädagogischer Arbeit. Das ehemalige Schulgebäude vermittelt Wärme und Vertrautheit, zeigt im Alltag jedoch auch die Grenzen historischer Bausubstanz für die Anforderungen eines zeitgemäßen Kita-Betriebs. In den Räumen des Hauses und in der angeschlossenen Waldkita steht das Miteinander im Mittelpunkt: Kinder sollen sich sicher fühlen, mitgestalten dürfen und die Zeit bekommen, die sie für ihre Entwicklung brauchen.
Bei einem Besuch Ende Januar informierte sich die Landtagsabgeordnete Susanne Müller bei Kita-Leiterin Astrid Gehrke, ihrer Stellvertreterin Beate Zeidler sowie Ortsbürgermeister Werner Nachtsheim über die Erfahrungen der Einrichtung mit dem Kita-Gesetz von 2021. Im Mittelpunkt standen Rückmeldungen aus dem Alltag, positive Effekte des Gesetzes ebenso wie bestehende Herausforderungen.
Grundsätzlich begrüßt die Kita den Rechtsanspruch auf sieben Stunden Betreuung für alle Kinder sowie das Ziel, Qualität und Verlässlichkeit in der frühkindlichen Bildung zu stärken. Positiv hervorgehoben wurde die gute personelle Ausstattung, die unter anderem den Betrieb einer hauseigenen Waldkita ermöglicht. Das Betriebsklima ist gut, Personalengpässe bestehen derzeit nicht.
Gleichzeitig stößt die Umsetzung des Gesetzes an bauliche Grenzen. Besonders beim Thema Mittagessen zeigen sich Einschränkungen: Derzeit können nur 20 von 58 Kindern ein warmes Essen erhalten, da die räumlichen Voraussetzungen fehlen. Dies gilt auch für Pausen- und Büroräume. Für das Außenspiel wird ein Spielplatz in der Nähe genutzt, was einen erhöhten Personalaufwand erfordert. Auch der Verwaltungsaufwand und die Dokumentation wurden thematisiert. Bei einem Rundgang durch die Kita und über das Gelände informierten Herr Nachtsheim und Frau Gehrke über einen möglichen Neubau, der langfristig bessere Bedingungen für Kinder und Fachkräfte schaffen soll.
Susanne Müller betonte abschließend:„Das Kita-Gesetz hat Verbesserungen gebracht. Entscheidend ist nun, wie diese in der Praxis wirken. Die Erfahrungen der Einrichtungen vor Ort sind eine wichtige Grundlage für die weitere fachliche Bewertung und Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen.“