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Presse |
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Chance für Remagen vertan
Kreis legt sich bei Fachoberschulen unnötig nur auf Adenau fest
"Wer etwas will, sucht Wege - wer etwas verhindern will, sucht Gründe.", fasst Lorenz Denn die Enttäuschung der SPD-Kreistagsfraktion kurz zusammen.
Zwei Anträge lagen dem Kreistag in fertiger Form vor - einer aus Adenau, einer aus Remagen. Ein dritter aus Sinzig war nach Ansicht der Sozialdemokraten noch zu unfertig und von daher noch nicht verhandelbar. Beide vorliegenden Anträge boten großes Potential: Auf der einen Seite die Realschule+ in Adenau, die mit der Ahrtalschule Altenahr in Zukunft kooperieren wird und auf der anderen Seite die Realschule+ in Remagen, wo eine Kooperation mit der angrenzenden FH in Remagen ebenfalls schon beschlossene Sache ist.
"Beides auf ihre Art Top-Anträge.", sind sich Jens Schäfer aus Engeln und Andreas Hermens aus Altenahr, Vertreter der SPD im Schulträgerausschuss, einig. "Deshalb war es unserer Ansicht nach nicht nötig sich einseitig festzulegen. Beide Anträge sind so überzeugend und inhaltlich so stark, dass sowohl Adenau als auch Remagen Chancen in Mainz gehabt hätten. Benachbarte Kreise wie Neuwied, Westerwald und Mayen-Koblenz bringen bis zu acht Anträge auf den Weg, und hier in Ahrweiler glauben CDU und Landrat mit zwei gleichgewichtigen Anträgen ihren Favoriten Adenau zu gefährden."
Letztlich war man sich in den Reihen der Sozialdemokraten einig, dass man es lieber gesehen hätte, wenn beide Anträge an die Landesregierung weitergereicht worden wären: "Beide Standorte – Adenau und Remagen – hätten es verdient gehabt vom Kreistag ins Rennen geschickt zu werden. Verdient hätten es aber auch die zahlreichen Lehrer, Eltern, Schüler und Mitstreiter in Verwaltung und Politik in den Kommunen, dass beide Anliegen mit gleicher Unterstützung behandelt werden. Es bleibt daher ein fader Beigeschmack wenn nun Remagen aus taktischen Gründen als Bauernopfer dastehen muss", so Lorenz Denn abschließend.
21.03.2010